
Nicht zu viel einkaufen: die richtige Menge pro Woche
Du hörst auf, zu viel einzukaufen, indem du die Menge rückwärts aus dem Plan rechnest, statt im Laden zu schätzen. Leg fest, wie viele Abendessen ihr wirklich zu Hause kocht, mal eurer Personenzahl, und kauf danach Portionen. Dann passt der Wagen zur Woche, und das Frische wird zu Essen statt zu Biomüll.
Du räumst den Wocheneinkauf weg, und das Gefrierfach klemmt schon wieder. Drei angebrochene Tüten Erbsen liegen übereinander, daneben ein Brot vom letzten Mal, das du eingefroren und vergessen hast, und ein Rest Hack, von dem du nicht mehr weißt, wie alt er ist. Im Moment war nichts davon falsch. So landen zwei Packungen Hack im Wagen, obwohl ihr eine geschafft habt, und ein dritter Joghurt, weil er im Angebot stand. Das ist keine Schlamperei, sondern die Menge, die im Gang entsteht statt auf der Liste. Matredo baut die Liste aus deinem Plan, aber die ganze Idee funktioniert genauso gut auf einem Zettel. Das ist die Mengen-Seite des cleveren Einkaufens: nicht was du auf die Liste schreibst, sondern wie viel du von jeder Sache wirklich brauchst.
Warum kauft man zu viel ein?
Du kaufst zu viel, weil die Menge aus dem Gefühl entsteht und nicht aus dem Plan. Ein hungriger Magen vergrößert alles, eine vage Liste lässt Platz für "noch ein bisschen", und die Packungen sind oft für einen größeren Haushalt gemacht als deinen. Heraus kommt ein Wagen, gefüllt für die Woche, die du dir vorgestellt hast, nicht für die, die wirklich auf dem Herd landet.
Die meisten Überkäufe sind keine Dummheiten an der Kasse, sondern vernünftige Entscheidungen auf falscher Grundlage. Du nimmst zwei Paprika, weil das Rezept "bestimmt" Grünes braucht, eine Packung Hähnchen extra, "falls jemand Lust bekommt", einen dritten Joghurt, weil drei für zwei waren. Jede Einzelne fühlt sich im Moment klug an. Zusammen werden sie zu einem Kühlschrank, der zur Wochenmitte überquillt und am Ende im Müll landet. Beides ist dasselbe Problem von zwei Seiten, genau wie die Impulskäufe im Leitfaden zur cleveren Einkaufsliste: nicht Dinge, die du nicht kaufen wolltest, sondern zu viel von den richtigen Dingen.
Wie viel Essen braucht man für eine Woche?
Rechne rückwärts vom Plan. Leg fest, wie viele Abendessen ihr diese Woche wirklich zu Hause kocht, mal der Zahl der Essenden, und kauf Portionen nach dieser Zahl. Vier Abendessen für zwei sind acht Portionen, kein voller Wagen für sieben Tage. Die übrigen Abende decken meist Reste, ein Mittag auswärts, ein Brotabend oder ein schon gefülltes Gefrierfach.
Der häufigste Rechenfehler ist, einzukaufen, als würden alle sieben Abende von Grund auf zu Hause gekocht. Fast kein Haushalt tut das. Ein Abend werden es Reste, einer wird spät, einer wird Pizza. Kaufst du für sieben und kochst für vier, hast du drei Abende zu viel Frisches gekauft, und genau die Abende sind es, die verderben.
Sei also ehrlich über die Zahl der Abende zu Hause. Sie beginnt im Plan, und genau darum hängt die Menge so eng mit der Wochenplanung zusammen: der Plan sagt, wie viele Portionen, die Liste übersetzt das in Waren.
| Haushalt | Abende zu Hause | Portionen zu kaufen |
|---|---|---|
| Eine Person | 3 | 3 (plus evtl. eine doppelte fürs Mittag) |
| Zwei Erwachsene | 4 | 8 |
| Zwei Erwachsene, zwei Kinder | 5 | ~16 (Kinderportionen kleiner) |
| Zwei Erwachsene, wollen Mittag am Tag danach | 4 | 8 plus doppelt bei 2 Gerichten |
Die Zahlen sind Ausgangspunkte, keine Regeln. Der Punkt ist, dass du mit einer Zahl im Kopf in den Laden gehst, nicht mit einem Gefühl.
Bevor du die Grundzahl setzt, schau kurz auf die Woche, die vor euch liegt. Ein Homeoffice-Tag heißt oft eine warme Mahlzeit mehr, zwei späte Abende hintereinander heißen zwei Abende weniger am Herd. Rechne diese Abende gar nicht erst ein, dann kaufst du nicht für Kochabende, die ohnehin ausfallen.
Und die Zahl ändert sich Woche für Woche. Mal seid ihr zwei, mal kommen die Enkel am Samstag oder eine Freundin isst am Donnerstag mit. Pass die Grundzahl an die Essenden genau dieser Woche an, bevor du Portionen rechnest. Seid ihr wie üblich zwei, habt aber an einem Abend Gäste, rechne diesen Abend für vier und den Rest für zwei. Das wird eine Zeile mehr auf der Liste, kein überfüllter Wagen.
Wie rechnet man die richtige Menge pro Rezept aus?
Geh von den Portionen des Rezepts aus und skalier auf eure Personenzahl, dann schreibst du die Menge neben die Ware auf die Liste. Kochst du ein Gericht für vier, seid aber zwei, halbier. Der Unterschied zwischen "Hackfleisch" und "vierhundert Gramm Hackfleisch" ist oft ein halbes Kilo, das du sonst auf gut Glück nimmst.
Hier laufen die meisten Listen leck. Der Name der Ware steht da, aber nicht die Menge, also fällst du im Laden auf die Packung vor dir zurück. Und die Packung ist selten deine Portion.
Drei Gewohnheiten machen die Menge konkret. Skalier das Rezept zuerst, damit die Portionen feststehen, bevor du die Liste schreibst, und nicht im Laden improvisiert werden. Schreib dann Menge und nicht nur Namen: "2 Paprika", nicht "Paprika", damit jemand anderes danach einkaufen kann, ohne zu raten. Und am wichtigsten: fass dieselbe Ware über mehrere Rezepte zu einer einzigen Zahl zusammen.
Die letzte Gewohnheit sieht man am leichtesten mit Zahlen. Sagen wir, drei Abendessen brauchen Zwiebeln: ein Eintopf nimmt 1, eine schnelle Pfanne unter der Woche nimmt 2, eine Suppe nimmt 1. Die Summe ist 1 + 2 + 1 = 4 Zwiebeln, einmal gekauft. Ohne das Zusammenrechnen werden es drei einzelne Griffe in den Zwiebelhaufen bei drei Besuchen, und plötzlich stehst du mit acht Zwiebeln da, von denen die Hälfte im Vorrat keimt. Dasselbe gilt für Knoblauch, Sahne, Brühe und alles andere, was wiederkommt.
Nicht jedes Rezept nennt Portionen, und manches kochst du frei Hand. Dann hilft eine grobe Ankermenge pro Person: etwa 125 bis 150 Gramm Eiweiß und 150 bis 200 Gramm Gemüse pro Essendem als Ausgangspunkt. Das ist eher eine Faustregel als eine gemessene Wahrheit, also pass sie an Appetit und Gericht an, aber sie gibt dir eine Zahl zum Einkaufen statt einer Schätzung an der Fleischtheke.
Genau dieses Zusammenrechnen, mehrere Rezepte zu skalieren und die Überschneidung zu summieren, ist der zähe Teil von Hand. Genau da spielt eine App ihre Stärke aus: In Matredo werden die Rezepte auf eure Zahl skaliert und die Zutaten automatisch summiert, sodass die Liste schon vierhundert Gramm zeigt, nicht nur Hackfleisch. Kocht ihr mehrere Tage auf einmal, werden die Mengen größer, aber die Logik bleibt dieselbe, das nehmen wir im Leitfaden zum Vorkochen für die Woche.
Was macht man, wenn die Packung zu groß ist?
Kauf die kleinste Packung, die den Bedarf deckt, und plan den Rest für eine zweite Mahlzeit derselben Woche ein. Der Laden verkauft selten genau deine Menge. Stehst du mit einer Schale mit vier Hähnchenschenkeln da, brauchst aber zwei, oder mit einem ganzen Kohlkopf, willst aber eine Hälfte, gibt es ein paar Züge, bevor du aufgibst und zu viel kaufst.
Nimm lose Ware, wenn es sie gibt. Lose Möhren, Äpfel oder Kartoffeln in der Menge, die du brauchst, schlagen immer den fertigen Beutel, und an der Gemüsetheke kannst du oft um eine Hälfte bitten. In vielen Supermärkten ist fast alles Frische aber abgepackt, lose Ware findest du eher auf dem Wochenmarkt, beim Hofladen oder im Bioladen. Bleibt nur die Packung, nimm die, deren Größe dem Bedarf am nächsten liegt, nicht die billigste pro Kilo, und plan den Rest fest ein. Und wenn das Kleinste, das du kaufen kannst, doch für mehr als die Mahlzeit reicht, leg eine zweite Mahlzeit dieselbe Woche ein, die den Rest nutzt: die vier Schenkel der Schale werden Abendessen für zwei plus ein Schenkelsalat fürs Mittag, der halbe Kohl, den du nicht gebraten hast, wird am Freitag Rohkost. Dann ist der Überschuss in den Plan eingebaut, nicht einer ungewissen Zukunft im Kühlschrank überlassen.
Manchmal geht es nicht glatt auf, und dann gilt der kleinstmögliche Überschuss: brauchst du 300 Gramm und die Packung hat 400, nimm sie und plan für 400. Es ist ein Unterschied, ob du bewusst ein bisschen zu viel kaufst, mit einem Plan für den Rest, oder gedankenlos das Doppelte kaufst und hoffst.
Wie vermeidet man, zu viel frisches Gemüse zu kaufen?
Kauf Gemüse im Takt damit, wann es gegessen wird, nicht auf Vorrat. Knüpf jede frische Ware an ein bestimmtes Abendessen und kauf sie in einer Menge, die aufgegessen wird, bevor sie kippt, damit kein Beutel bis nächste Woche im Fach liegen bleibt. Und kauf nicht drei von etwas, nur weil es im Angebot war.
Frisches ist der Ort, an dem Überkäufe den sichtbarsten Schaden anrichten, denn es hat eine Uhr. Eine Konserve zu viel ist nur Geld, das im Vorrat wartet, aber ein Beutel Rucola zu viel ist Geld mit Ablaufdatum. Der Trick ist deshalb nicht, von allem weniger zu kaufen, sondern Frisches danach zu kaufen, wann es auf dem Teller landet. Leg Blattgrün und Beeren auf Montag oder Dienstag, weil sie zuerst verderben, heb Robustes wie Wurzelgemüse, Kohl und Zwiebeln fürs Ende der Woche auf, und schnapp das Angebot nur, wenn die Ware schon eine bestimmte Mahlzeit hat. Drei Salate zum Preis von zwei sind kein Geschäft, wenn zwei verderben.
Was du mit einer Ware machst, die sich doch dem letzten Tag nähert, wie du einfrierst oder Reste rettest, ist ein eigenes Handwerk. Das gehört zur Aufbewahrungs-Seite des Themas Lebensmittelverschwendung und heben wir für einen späteren Leitfaden auf. Hier bleiben wir dabei, nicht mehr Frisches nach Hause zu holen, als die Woche aufessen kann.
Kleine Packung oder Großpack?
Entscheide danach, was wirklich im Magen landet, nicht nach dem Preis pro Kilo. Der Großpack ist pro Kilo günstiger, aber teurer insgesamt, wenn du die Hälfte wegwirfst. Bei Grundwaren, die du sicher aufbrauchst, lohnt die große Packung, bei Frischem, das du selten rechtzeitig aufisst, gewinnt fast immer die kleinere.
"Mengenrabatt" ist das stärkste Argument des Ladens, mehr zu kaufen, als du brauchst, und es funktioniert, weil der Grundpreis stimmt. Was er nicht sagt, ist, was du aufisst. Eine Rechnung, die das Weggeworfene mitzählt, sieht oft umgekehrt aus.
| Ware | Großpack | Kleinere Packung | Gewinnt, wenn |
|---|---|---|---|
| Reis, Nudeln, Trockenwaren | Günstigst pro Kilo, hält lange | Unnötig teuer | Du es oft isst: groß nehmen |
| Hackfleisch, Hähnchen | Günstig pro Kilo, aber frisch | Portion für Portion | Du es nicht aufbrauchst: klein nehmen |
| Blattsalat, Beeren | Selten als Großpack | Passt auf ein paar Tage | Fast immer: klein nehmen |
| Milch, Eier, Grundwaren | Lohnt, wenn sie weggehen | Weniger Müll für Single | Single: klein. Haushalt mit Kindern: groß |
Die Faustregel: großpacke, was nicht schlecht werden kann oder was du sicher aufisst, kauf das Frische und Unsichere klein. Und wenn ein Großpack doch lockt, obwohl du ihn nicht schaffst, teil ihn lieber mit jemandem, dann stimmt die Menge schon an der Kasse.
Nächster Schritt
Setz vor der nächsten Runde eine Zahl, bevor du losgehst: wie viele Abendessen kocht ihr zu Hause, mal eurer Personenzahl. Schreib Portionen und Mengen auf die Liste, nicht nur Warennamen, und leg das empfindliche Gemüse auf die ersten Abende der Woche. Willst du dir das Skalieren und Summieren von Hand sparen, rechnet Matredo die Mengen auf eure Zahl um und baut die Liste aus dem Plan, sodass der Wagen genau richtig groß wird, ohne dass du im Laden rechnen musst.
Erik · Aktualisiert 2026-06-28
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Häufige Fragen
Wie viel Essen muss man für eine Woche einkaufen?
Rechne rückwärts vom Plan, nicht aus dem Bauch. Leg fest, wie viele Abendessen ihr wirklich zu Hause kocht, mal der Personenzahl, und kauf danach Portionen. Vier Abendessen für zwei sind acht Portionen, kein voller Wagen. Den Rest der Woche decken oft Reste, ein Mittag auswärts oder ein einfacher Abend.
Wie viel Essen kauft man für eine Person ein?
Plan pro Abendessen, nicht pro Packung. Allein kochst du selten alle sieben Abende, also kauf für die Abende, an denen du wirklich am Herd stehst. Nimm kleine Packungen oder Eiweiß zum Einfrieren, und kauf so viel Frisches, wie in ein paar Tagen aufgegessen wird. Eine Portion schlägt die Familienpackung, die im Müll endet.
Warum kauft man immer zu viel ein?
Weil die Menge im Laden entsteht statt im Plan. Ein hungriger Magen, eine vage Liste und Packungen für größere Haushalte ziehen alles nach oben. Du kaufst für die Woche, die du dir wünschst, nicht für die, die du lebst. Die Lösung ist, die Menge vom Plan bestimmen zu lassen, bevor du den Laden überhaupt betrittst.
Wie vermeidet man, zu viel frisches Gemüse zu kaufen?
Kauf Gemüse im Takt damit, wann es gegessen wird, nicht auf Vorrat. Knüpf jede frische Ware an ein bestimmtes Abendessen und nimm kleine Mengen oder lose Ware, damit es zu den Abenden passt. Brauchst du spät in der Woche Grünes, nimm Robustes wie Möhren und Kohl. Kein dreifacher Salat nur, weil einer im Angebot war.
Für wie viele Portionen soll ich einkaufen?
Zahl der Abendessen mal Zahl der Essenden, plus die Reste, die du wirklich willst. Zwei Personen und vier Abende zu Hause ergeben acht Portionen. Willst du Mittag am Tag danach, plan bei ein oder zwei Gerichten die doppelte Menge ein, statt überall vage etwas draufzulegen. Konkrete Portionen machen den Wagen von selbst richtig groß.
Wie rechnet man die Menge pro Rezept aus?
Geh von den Portionen des Rezepts aus und skalier auf eure Personenzahl. Kochst du ein Gericht für vier, seid aber zwei, halbier. Schreib die Menge neben die Ware auf die Liste, nicht nur den Namen. Der Unterschied zwischen Hackfleisch und vierhundert Gramm Hackfleisch ist oft ein halbes Kilo, das du sonst auf gut Glück kaufst.
Wie viel kaufe ich, wenn das Rezept keine Portionen nennt?
Nimm eine grobe Menge pro Person als Anker. Rechne mit etwa 125 bis 150 Gramm Eiweiß und 150 bis 200 Gramm Gemüse pro Essendem als Ausgangspunkt, dann hast du eine Zahl statt einer Schätzung. Das ist eine Faustregel, keine exakte Wahrheit, also pass sie an Appetit und Gericht an. Besser als ratlos an der Fleischtheke zu stehen.
Ist es teurer, kleinere Packungen zu kaufen?
Pro Kilo oft ja. Aber eine große Packung, von der du die Hälfte wegwirfst, ist teurer als eine kleine, die du aufisst. Rechne mit dem, was wirklich im Magen landet, nicht mit dem Preisschild. Was du sicher aufbrauchst, lohnt im Großpack. Bei Frischem, das du selten rechtzeitig aufisst, gewinnt fast immer die kleinere Packung.